Schwierigsten
Einsatz bewältigt
Stadt
Rottweil kann sich auf ihre Gesamtfeuerwehr absolut verlassen
Rottweil.
Die Rottweiler Feuerwehr hatte 2002 einen ihrer schwersten Rettungseinsätze
zu bewältigen. Mit 410 Mitgliedern ist ein personeller Höchststand
erreicht.
Stadtbrandmeister
Rainer Müller berichtete in der Versammlung der Gesamtwehr von
einem äußerst arbeitsintensiven Jahr.
Es war bestimmt von 320 Einsätzen, aber auch positiv geprägt
durch starken Personalzulauf in der Gesamtjugendfeuerwehr. Mit dem
Hochhausbrand in der Zimmerner Straße stand Rottweil vor dem
schwierigsten Rettungseinsatz. 80 Personen mussten aus den verrauchten
Wohnungen gerettet, parallel dazu das Feuer gelöscht werden.
Ohne die beiden Drehleitern hätte es allergrößte Probleme
für die Bewohner gegeben. Weiter gab es größere Feuer
am Omsdorfer Hang, auf dem Berner Feld und im Verpackungslager des
Milchwerks.
Bei 42 Feuern konnten 4 kleinere Wohnungsbrände, Fahrzeugbrände,
Flächen- und Waldbrände schnell und erfolgreich gelöscht
werden. Technische Hilfe musste 149 Mal u.a. bei schweren Unfällen
mit Bergung von Verletzten oder gar Toten geleistet werden. Das Erfahrungsniveau
der Rottweiler Wehr kann laut Müller durch keinen noch so guten
Ausbildungslehrgang ersetzt werden. Als Grundschutz und unverzichtbare
Verstärkung erwiesen sich auch zum wiederholten Male die Abteilungsfeuerwehren.
246 Aktive erledigen den Übungs- und Einsatzdienst, 60 Alterskameraden
pflegen die Kameradschaft, 104 Jugendliche sichern den Nachwuchs.
Aus den Berichten der Abteilungskommandanten Roland Schlotter (Rottweil),
Thomas Edel (Feckenhausen), Walter Banholzer (Göllsdorf), Hermann
Alf (Hausen), Harald Grathwohl (Neufra), Günther Mink (Neukirch)
und Anton Ulmschneider (Zepfenhan) konnten Zahlen und Fakten sowie
Internas entnommen werden.
Albert Rau informierte als Leiter der Alterswehr. Eine ganze Menge
an Aktivitäten stellte auch Klaus Wydra von der Jugendfeuerwehr
heraus. So gab es 463 Übungsstunden, die Jugendwarte bereiteten
sich in 640 Stunden vor. Zahlen legte auch Kassier Albert Weichert
vor, dessen gute Arbeit die Kassenprüfer Peter Seemann und Reinhard
Hirt bestätigten.
Ehrungen
bei der Freiwilligen Feuerwehr Rottweil
Löschmeister
Alfred Bucher erhielt für 40 Jahre Dienst das Landesfeuerwehrehrenzeichen
in Gold und einen Zinnteller überreicht. Auf 25 Jahre bringen
es Nikolaus Hattler, Werner Leibold, Dieter Meier, Manfred Riedlinger,
Reinhold Ulmschneider, Michael Votteler und Heiner Maute. Sie wurden
mit dem Silbernen Ehrenzeichen versehen und bekamen einen Bierkrug
als Geschenk.
Höchste
Ehrung für Peter Seemann
Eine
außergewöhnliche Ehrung gab es für Peter Seemann:
Er wurde mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Gold für seine
besonderen Verdienste ausgezeichnet.
Seit 1956, seit nunmehr 47 Jahren, versieht Peter Seemann seinen Dienst
bei der Feuerwehr Rottweil. 39 Jahre ist Seemann auch schon im Führungsbereich
tätig. 1964 machte Seemann den Gruppenführerlehrgang, dessen
damalige Beurteilung Stadtbrandmeister Rainer Müller mit verschmitztem
Lächeln vortrug. Ein dickes Lob gab es für Peter Seemann
auch von Kreisbrandmeister Mario Rumpf.
Quelle:
Schwarzwälder Bote / Ewald Neff