Jahreshauptversammlung 15.03.2003

Schwierigsten Einsatz bewältigt
Stadt Rottweil kann sich auf ihre Gesamtfeuerwehr absolut verlassen

Rottweil. Die Rottweiler Feuerwehr hatte 2002 einen ihrer schwersten Rettungseinsätze zu bewältigen. Mit 410 Mitgliedern ist ein personeller Höchststand erreicht.
Stadtbrandmeister Rainer Müller berichtete in der Versammlung der Gesamtwehr von einem äußerst arbeitsintensiven Jahr.
Es war bestimmt von 320 Einsätzen, aber auch positiv geprägt durch starken Personalzulauf in der Gesamtjugendfeuerwehr. Mit dem Hochhausbrand in der Zimmerner Straße stand Rottweil vor dem schwierigsten Rettungseinsatz. 80 Personen mussten aus den verrauchten Wohnungen gerettet, parallel dazu das Feuer gelöscht werden. Ohne die beiden Drehleitern hätte es allergrößte Probleme für die Bewohner gegeben. Weiter gab es größere Feuer am Omsdorfer Hang, auf dem Berner Feld und im Verpackungslager des Milchwerks.
Bei 42 Feuern konnten 4 kleinere Wohnungsbrände, Fahrzeugbrände, Flächen- und Waldbrände schnell und erfolgreich gelöscht werden. Technische Hilfe musste 149 Mal u.a. bei schweren Unfällen mit Bergung von Verletzten oder gar Toten geleistet werden. Das Erfahrungsniveau der Rottweiler Wehr kann laut Müller durch keinen noch so guten Ausbildungslehrgang ersetzt werden. Als Grundschutz und unverzichtbare Verstärkung erwiesen sich auch zum wiederholten Male die Abteilungsfeuerwehren.
246 Aktive erledigen den Übungs- und Einsatzdienst, 60 Alterskameraden pflegen die Kameradschaft, 104 Jugendliche sichern den Nachwuchs.
Aus den Berichten der Abteilungskommandanten Roland Schlotter (Rottweil), Thomas Edel (Feckenhausen), Walter Banholzer (Göllsdorf), Hermann Alf (Hausen), Harald Grathwohl (Neufra), Günther Mink (Neukirch) und Anton Ulmschneider (Zepfenhan) konnten Zahlen und Fakten sowie Internas entnommen werden.
Albert Rau informierte als Leiter der Alterswehr. Eine ganze Menge an Aktivitäten stellte auch Klaus Wydra von der Jugendfeuerwehr heraus. So gab es 463 Übungsstunden, die Jugendwarte bereiteten sich in 640 Stunden vor. Zahlen legte auch Kassier Albert Weichert vor, dessen gute Arbeit die Kassenprüfer Peter Seemann und Reinhard Hirt bestätigten.

Ehrungen bei der Freiwilligen Feuerwehr Rottweil
Löschmeister Alfred Bucher erhielt für 40 Jahre Dienst das Landesfeuerwehrehrenzeichen in Gold und einen Zinnteller überreicht. Auf 25 Jahre bringen es Nikolaus Hattler, Werner Leibold, Dieter Meier, Manfred Riedlinger, Reinhold Ulmschneider, Michael Votteler und Heiner Maute. Sie wurden mit dem Silbernen Ehrenzeichen versehen und bekamen einen Bierkrug als Geschenk.

Höchste Ehrung für Peter Seemann
Eine außergewöhnliche Ehrung gab es für Peter Seemann: Er wurde mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Gold für seine besonderen Verdienste ausgezeichnet.
Seit 1956, seit nunmehr 47 Jahren, versieht Peter Seemann seinen Dienst bei der Feuerwehr Rottweil. 39 Jahre ist Seemann auch schon im Führungsbereich tätig. 1964 machte Seemann den Gruppenführerlehrgang, dessen damalige Beurteilung Stadtbrandmeister Rainer Müller mit verschmitztem Lächeln vortrug. Ein dickes Lob gab es für Peter Seemann auch von Kreisbrandmeister Mario Rumpf.

Quelle: Schwarzwälder Bote / Ewald Neff